Zwei Bestseller-Verfilmungen sorgen auf der winterkalten Berlinale für den nötigen Thrill und ein gehöriges Staraufgebot: Pierce Brosnan, Ewan McGregor, Leonardo DiCaprio und Ben Kingsley gaben sich in Berlin die Türklinke in die Hand. "The Ghost Writer" ist ein Politthriller, "Shutter Island" ein Psycho-Thriller, beiden gemeinsam ist das Motto: Cherchez la femme.
Die Highlights des zweiten und dritten Tages, von Publikum und Kritikern mit Spannung erwartet, haben sich als Seelenverwandte entpuppt, der Wettbewerbsbeitrag "Der Ghostwriter“ von Roman Polanski und Martin Scorseses "Shutter Island“. Warum sein Film nicht im Wettbewerb gezeigt wird, erklärte Martin Scorsese bei der Pressekonferenz lapidar mit dem Satz: "Man hat mich ange- rufen, und ich habe wohl nein gesagt". Über seine Gründe schwieg sich der Meister aus.
Beide Filme folgen den Regeln des Thriller-Genres und sind eine unverhohlene Hommage an Alfred Hitchcock, den Meister des Suspense. Beide erzeugen durch das Setting - abweisende Gemäuer auf einsamer, sturmwolkenverhangener Insel - ein Gefühl von Isolation und Ausweglosigkeit. Bei beiden ist ein von Selbstzweifeln geplagter Anti-Held einem Verbrechen auf der Spur, dessen Hintergrund dem Zuschauer bis zuletzt verborgen bleibt. Und in beiden Filmen liefern zwei Hollywoodstars der jüngeren Generation eine intensive, absolut über- zeugende Schauspielleistung ab.
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Ewan McGregor ist "The Ghost“, ein erfolgreicher britischer Ghostwriter und ein brillanter Kopf, der sein schriftstellerisches Talent an das dröge, aber lukrative Schreiben von Biographien verschwendet, auf die die Welt verzichten kann. Als er die Gelegenheit bekommt, die Memoiren des britischen Ex- Premiers Lang (Pierce Brosnan versucht dankenswerterweise nicht, Tony Blair zu imitieren) in eine literarisch erträgliche Form zu bringen, tritt er ahnungslos ein lebens- gefährliches Erbe an. Sein Vorgänger fiel über Bord und seine Leiche spülte (gegen die Strömungsrichtung, wie ihm später ein Inselkenner sagen wird) an den Strand der Ostküsten-Insel Martha's Vineyard, wohin sich der Ex-Premier mit seiner Frau Ruth (Olivia Williams) und dem kleinen Stab um seine attraktive (mehr als) Assistentin Amelia Bly (Kim Cattrall) zurückgezogen hat.
 Keine guten Nachrichten: Die Vergangenheit holt Premier Lang (Pierce Brosnan) ein

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