Australien 1969. Nach den Sommerferien bei Mama am Meer soll der vaterlose Aboriginie- Teen Willie wieder in die katholische Internatsschule in Perth zurück, mehr als 2.400 Kilometer entfernt. Im Internat herrscht Pater Benedictus mit eiserner Faust. Hin- und hergerissen zwischen den Hoffnungen seiner Mutter, er möge einen guten Schulabschluss machen, und dem Widerwillen gegen den bigotten Heuchler und die übergriffigen Erziehungsmethoden haut Willie ab. Er will nach Boone, zu Mama und vor allem zu Rosie, seiner großen Teenie-Liebe. Aber Pater Benedictus ist ihm dicht auf den Fersen.
"Bran Nue Dae", das freche und pietätlose Road-Movie-Musical nimmt sich mit Camp und Komik eines ernsten Themas der australischen Geschichte an, der gestoh- lenen Generation der Aboriginie-Kinder, die ihren Familien entrissen wurden, um in Heimen und kirchlichen Internaten die Segnungen einer 'christlich'-europäischen Erziehung zu erhalten. Auf seiner Flucht quer durch Australien begegnet Willie aberwitzig schrägen Typen und erlebt so einige Über- raschungen. Am Ende entpuppen sich alle Beteiligten als große Familie.
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"Bran Nue Dae“ ("Ganz neuer Tag“) ist ein Film über Feiheit und das Recht auf ein selbst- bestimmtes Leben. 1969 markiert denn auch das historische Ende des staat- lich genehmigten Kinderklaus. Den fiesen Pater, der am Ende seine eigene Heim- suchung erfährt, spielt der wunderbare Geoffrey Rush ("Shine“, "Shakespeare in Love“, "Fluch der Karibik“).
Weitere Tips: "Neukölln Unlimited" (Deutsch- land), "Vihir" (Indien), "Retratos en un mar de mentiras" (Kolumbien)
 Das starke Porträt einer Überlebenden: Paola Baldión Fisher in "Retratos en un mar de mentiras"

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