zurück zum Archiv
Video on Demand

     |   RSS   |   Suche     
Blickpunkt Kino Bücher 
StartKultur & BuntesKino
Kino
Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken Diesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel weiterempfehlen
Berlinale 2011: Eröffnungsfilm "True Grit"
10.02.2011
Kein Land für abgehalfterte Cowboys
Mit "True Grit“ eröffnet die 61. Berlinale den Reigen um Starglitz und Bären-Ehren. Auf dem Roten Teppich präsentiert sich ein illustres Gruppenbild mit blutjunger Dame: die fabulösen Coen-Boys (Buch, Regie), dazu Jeff Bridges, Josh Brolin und das Shooting Girl Hailee Steinfeld, für das der zehnfach oscarnominierte Western sicherlich den Beginn einer wunderbaren Karriere darstellt.

Mit ihrem neuesten Werk scheinen die Coen-Brüder, bekannt für ihre inspirierten und zu Teil radikalen Filmwerke, auf der aktuellen amerikanischen Retro-Welle zu schwimmen. Erstaunlich werkgetreu und vorhersehbar setzen sie die 1968 erschie- nenen Roman von Charles Portis zum zweiten Mal filmisch um. Bereits 1969 nahm sich John Hathaway mit dem alternden John Wayne in der Hauptrolle der im wilden Westen angesiedelten Story um Schuld und Sühne, Gesetzesrecht und Selbstjustiz an. Das Ergebnis war ein Abgesang auf das bis dahin so populäre Western-Genre und gleichzeitig eine Absage an den Frontier-Geist, den die amerikanischen Truppen in Vietnam für die Nation so schmerzlich zu Grabe trugen.

Nach aktuellen Bezügen haben die Coen-Brüder ihrer eigenen Aussage nach in dem Stoff nicht gesucht. Vor Jahren las Ethan Coen das Buch seinem Sohn vor und fand die Story so spannend, dass er sich mit Bruder Joel an die Drehbuchfassung machte.

Der Dialog ist nach Coen-Manier minutiös durchgefeilt und ein absolutes Highlight der etwas gestrig daherkommenden Geschichte um den bärbeißigen US-Marshal Rooster Cogburn, der sich 1872 im Mittelwesten von einer 14jährigen (vor)emanzipierten Göre anheuern lässt, um den Mörder ihres Vaters zur Strecke zu bringen. Auf der wilden Hatz durch lichte Bergwälder begegnen Cogburn (Jeff Bridges) und Mattie (Hailee Steinfeld) den üblichen Verdächtigen, allesamt abstoßende Figuren aus dem Coen'schen Gruselkabinett, zerzaust und mit verfaulten Zähnen. Einzig Matt Damon darf als naiv-geschwätziger Texas Ranger hölzernen Macho-Charme verbreiten, indem er Mattie übers Knie legt (und damit für seine eigene Triebabfuhr sorgt) oder sich mit Rooster (nomen est omen) ein paar Hahnenkämpfe liefert.

1  2   > weiter
0 Kommentare
Einen Kommentar hinterlassen:  (Bitte alle Felder ausfüllen!)
 
Name:
 
E-Mail:
 
Kommentar:
 
Spam-Schutz: 
 
Kino
Rubrikartikel
Men in Black 3: Premiere in Berlin ...mehr
"Das Turiner Pferd" - Kinostart: 15.03.2012 ...mehr
"Berlinale goes Kiez" 2012 ...mehr
Filmstudio Babelsberg in Potsdam wird am Sonntag 100 Jahre alt ...mehr
Was wäre wenn.. ...mehr
Webtrends
Rubrikartikel
Facebook bleibt eine Einbahnstraße  ...mehr
Reporter ohne Grenzen veröffentlichen Bericht über"Feinde des Internets"  ...mehr
Gamification - Wie Spiele die Welt verändern ...mehr
Datenschützer Caspar zu facebook: "Zeit der Verhandlungen ist jetzt vorüber" ...mehr
iPad3 - Mit LTE die Revultion im mobilen Datentransfer. ...mehr


Kinozum Archiv