In dem Kinofilm „Eine Insel namens Udo“ spielt Kurt Krömer seine erste große Hauptrolle. Der Film ist lustig, sentimental, überraschend, melancholisch, aber vor allem skurril - kurz: ein echter Krömer.
Udo ist alleinstehend, zurückhaltend - und solange für andere Menschen unsichtbar, bis er sie direkt durch Körperkontakt auf sich aufmerksam macht. Dies hat den Nachteil, dass er beim Verlassen des Hauses stets einen Sturzhelm trägt. In seinem Beruf bringt ihn diese Eigenschaft jedoch enorm nach vorn: als Detektiv eines Kaufhauses ertappt er die meisten Ladendiebe. Und da ihn auch das Wachpersonal des Nachts nicht sieht „wohnt“ er gleich in einem Zelt in der Sportabteilung des Kaufhauses.
Erst als ihn eines Tages eine junge Frau anspricht, gerät sein bis dahin eintöniges Leben völlig aus den Fugen; ist sie doch die einzige Person, die ihn auch aus der Entfernung wahrnimmt. Udo und Jasmin kommen sich näher und nachdem die beiden ihre erste Nacht gemeinsam in Udos Zelt verbracht haben, sehen ihn auch plötzlich alles anderen Menschen. |
Mächtig euphorisiert von der neuen Wahrnehmung durch andere Menschen wandelt sich Udo komplett und probiert das eine oder andere aus - solange bis es Jasmin zu viel wird und die endgültige Trennung naht. In dieser Zeit ist Udo wieder für seine Umgebung nicht wahrnehmbar, was ihm mächtig auf Gemüt schlägt. Doch Besserung ist in Sicht…
In Kurt Krömer, der mit bürgerlichem Namen Alexander Bojcan heißt und den meisten durch seine Shows als Komiker aus Berlin-Neukölln bekannt sein dürfte, steckt offenbar auch ein vielseitiger Schauspieler. Er verleiht Udo einen tiefgehenden und lebensechten Charakter. Zugleich wirkt auch die sentimentalste Szene lustig-skurril - Kurt Krömer halt. Langjährige Fans werden nur eines vermissen: die charakterstarke Brille.
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