Der Automechaniker Tom (Martin Kaps) und der BWL-Student Frank (Matthias Dietrich) haben nur eines gemein: sie wollen beide mit dem Auto nach Lyon. "Mitfahrgelegenheit" ist die Geschichte eines sehr ungleichen Paares auf ihrer Suche nach dem Glück. Der lebensfrohe Tom hat in Frankreich einen Kundentermin: ein Käufer interessiert sich für seinen Wohnwagen. Der verträumte Frank hingegen folgt einer spanischen Studentin namens Mercedes nach Lyon, mit der ihn eine Wochenromanze verbindet.
In Frankreich erleben beide eine Enttäuschung. Tom wird von seinem Kunden versetzt und Frank erfährt von Mercedes' Mitbewohnerin, dass sich die Angebetete inzwischen im spanischen Gandia aufhält. Der Automechaniker auf Urlaub überredet den leicht phlegmatischen Studenten zur Weiterfahrt nach Spanien und der eigentliche Roadmovie beginnt. Soweit die Geschichte.
Was sich schon im Vorfeld nach wenig Handlung anhört, hat im Grunde noch viel weniger. Filmverwöhntes Publikum mag die anfänglich wackelige Kameraführung bemängeln, einfallslose und stereotype Dialoge sowie eine recht ereignislose Reise. |
Der Film zeichnet sich nahezu aus durch die Langweiligkeit des Alltags. Da nützt es auch nichts im Wohnwagen von Karlsruhe nach Gandia zu fahren, was die ein oder andere schöne Landschaftsaufnahme bietet. Wenn der erste wildfremde Mensch, den Frank ihn Lyon anspricht, um ihm bei der Bedienung der Sprechanlage des Studentenwohnheims zu helfen, ein deutscher Austauschstudent ist, dann ist dies ein nicht zu überbietender und fast schon schmerzhafter Realismus.
Es macht durchaus Spaß, Tom und Frank auf ihrer Reise zuzusehen, was der guten Spielleistung der Jungschauspieler Martin Kaps und Matthias Dietrich sowie gut eingesetzter Situationskomik zu verdanken ist. Martin Kaps in der Rolle des chaotischen, lebenslustigen Tom agiert stärker, während Matthias Dietrich als Frank leise Töne anschlägt zwischen "leicht schüchtern", "leicht zufrieden" und "leicht verärgert".
Es bleibt allerdings eine gefühlte Verwirrung angesichts der Besetzung, denn der gestylte Tom wirkt eher wie ein Yuppie BWL-Student aus gutem Elternhaus, während Frank sehr gut einen bodenständigen Automechaniker abgegeben hätte. Ein Bildungsunterschied |