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Hancock - Kinostart 03.07
02.07.2008
Hancock
Hancock (Will Smith) ist anders als die anderen. Er ist unverletzbar, kann pfeilschnell fliegen, hat übermenschliche Kräfte und ganz L.A. ist von seinen Eskapaden genervt. Hancock ist übellaunig, meistens betrunken, leicht provozierbar und aus Prinzip nicht taktvoll. Die Menschen L.A.'s wünschen sich nur noch, daß Hancock weggesperrt wird.

Der PR Berater Ray Embrey (Jason Bateman) will sich für die Lebensrettung dankbar zeigen und überredet Hancock zu einer Image-Kampagne, angefangen mit dessen freiwilligen Haftantritt. Er sagt voraus, daß Hancocks unbeliebte, aber durchaus die Kriminalität einschränkende Aktionen auf Dauer unverzichtbar sind.

Bald bekommt Hancock die Gelegenheit zu zeigen, daß er sich geändert hat, aber seine Feinde sind zahlreich und selbst die hübsche Mary (Charlize Theron), die Frau seines PR Beraters, scheint ihn zu verachten und dafür ganz eigene Gründe zu haben.

Es ist nicht Will Smiths Schuld, daß ihm selten anspruchsvolle Filmrollen angeboten werden, denn dazu ist ihm die Rolle des flapsigen, aber irgendwo auch liebenswerten Chaoten zu sehr auf den Leib geschrieben. Neue Filme mit Will Smith sind daher auch meist wie ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten unter leicht veränderten Vorzeichen. Das Positive daran ist: der Zuschauer wird selten enttäuscht werden.
Mit "Hancock" wagt das Multitalent Peter Berg (Regie: "Very bad things") allerdings den Spagat zwischen actionreicher Superheldenparodie und einem nachdenklichen Persönlichkeitsdrama. Damit ist der für "Männerabende" angekündigte Film eher ein Kompromiss für den Pärchen-Kinoabend, denn Smiths verletzter Dackelblick verfehlt seine Wirkung auf die weiblichen Fans selten.

Der Film weist logische Mängel auf, wenn es um die Natur Hancocks geht, seine Charakterwandlung ist allzu plötzlich, um glaubhaft zu sein und bisweilen ist nicht ganz klar, welche Geschichte eigentlich erzählt werden soll, aber im Großen und Ganzen handelt es sich um gutes Popcorn-Kino, sofern man die in manchen Kinoketten vorzufindenden Wucherpreise für selbiges bezahlen will.

Die Gags haben sich ausnahmsweise mit dem Trailer noch nicht erschöpft, auch wenn die Szene, wo Hancock einen gestrandeten Wal ins Meer zurückwirft und dabei ein Segelboot versenkt, unbestreitbar zu einer der witzigsten Szenen gehört. "Hancock" ist einfach ein netter Film, der wahrscheinlich nur aufgrund der nicht immer charmanten Dialoge eine Altersfreigabe ab 12 erhalten hat.


Bildmaterial: Sony Pictures
 
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