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Elegy - Kinostart 14.08.
27.08.2008
Elegy - oder die Kunst zu lieben
Elegy heisst zu deutsch Klagelied und hat vom deutschen Filmverleih noch den unnötigen Zusatz "oder die Kunst zu lieben" erhalten - in alter Manier, Filmtitel grundsätzlich verdummbessern zu wollen. Dabei war schon der Filmtitel "Elegy" eine Umbenennung der auf Philip Roth's Roman basierenden Geschichte "Das sterbende Tier."

Ben Kingsley spielt den Professor und Kulturkritiker David Kepesh, dem nach einer gescheiterten Ehe nichts wichtiger ist als seine Unabhängigkeit und unter des vorwurfsvollen Dauerbeschusses seines inzwischen erwachsenen Sohns Kenny (Peter Sarsgaard) in permanenter Verteidigungshaltung lebt. Kepesh's bester Freund ist der Dichter George (sympathisch gespielt von Dennis Hopper), der einzige, der menschlich und intellektuell Zugang zu ihm hat.
Eines Tages taucht die kubanische Schönheit Consuela (Penélope Cruz) in einem seiner Seminare auf und Kepesh nutzt seine private, bei sich zuhause abgehaltene Absolventenparty, um sich an die Schöne heranzumachen. Man erfährt, daß der alternde Professor eine gewisse Routine darin besitzt, so zum Beischlaf mit ihn verehrenden, Abenteuer suchenden Absolventinnen zu kommen.
Aber dieses mal ist es anders. Kepesh ist völlig hingerissen von Consuela und steckt wider besseren Wissens auf einmal in einer Beziehung. Consuela meint es trotz der 30 Jahre Altersunterschied ernster als ihm lieb ist und Kepesh wird von Ängsten geplagt, irgendwann gegen einen jüngeren Mann ausgetauscht zu werden. In gleichzeitig durchlebter Eifersucht und Bindungsun- fähigkeit ist er, der belesene und studierte Professor seiner ehemaligen Studentin nicht gewachsen - und so ist die Krise absehbar.

Ben Kingsley ist ein begnadeter Schauspieler, aber angesichts seiner vierten Ehe mit einer halb so alten, brasilianischen Ex-Kellnerin könnte man meinen, er hätte ausgiebig für diese Rolle geprobt. Trotz des Prototyps des bindungsunfähigen Mannes, den er hier liefert, bleibt die Person des David Kepesh dem Zuschauer nicht fremd. Überhaupt gibt es kaum eine Figur, deren Motive nicht nachvollziehbar, dessen Charakter nicht liebenswert ist. Penélope Cruz spielt eine ernste, familienorientierte Consuela und bleibt trotz demonstrativer Unschuld glaubwürdig.

Regisseurin Isabel Coixet präsentiert einen sehr gefühlvollen Film, der sich Zeit nimmt, die Gefühlsregungen seiner Charaktere zu zeichnen und dabei in interessante wie
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