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Aly Keita und die Liebe zum Balafon
11.04.2008
Aly Keita - Maestro des Balafon
Wer Aly Keita trifft, erlebt einen Menschen, der voller Begeisterung von Musik spricht, ein Energiebündel mit vielen Träumen und Ideen - und einen Mann, der viel lacht. Und Aly Keita hat jeden Grund zu lachen. Vor wenigen Wochen ist sein neues Album erschienen und belegt bereits Platz 20 der World Music Charts Europe.

„Akwaba Inisene“ - der Name des Albums - bedeutet „Willkommen“ in den afrikanischen Sprachen Baoulé und Malinke. Aly Keita würdigt damit die beiden Länder seiner Herkunft und Abstammung: Mali und die Elfenbeinküste. Akwaba Inisene ist sein erstes Soloalbum. Bislang hat der Meister des Balafon äußerst erfolgreich mit zahlreichen weltbekannten Musikern wie Joe Zawinul, Trilok Gurtu, Pharoa Sanders, Rhoda Scott oder Omar Sosa gespielt.
Jetzt lässt er all diese Erfahrungen in dieses Album einfließen. Seine Ursprünge kommen dabei nicht zu kurz. So enthält das Album auch das Lied, das ihm sein Vater als erstes auf dem Balafon beigebracht hat. Ein Album zwischen Tradition und Moderne.

Aly Keita stammt aus einer Familie, die seit Generationen den Beruf des Griots - traditioneller Musiker und Sänger - ausübt. Zur traditionellen westafrikanischen Musik gehören die Instrumente Djembe (Trommel), Dundun (Basstrommeln), Kora (Bogenharfe mit bis zu 22 Saiten), N'Goni (sechs bis acht Saiten) - und das Balafon, einer der Urahnen der in aller Welt vorkommenden Xylophone. Sie sind die „Stimmen des Holzes“ (griech.: xylos = Holz, phon = Stimme).

Aly Keita lernt früh, das Balafon zu spielen und seine Instrumente selbst zu bauen. Das führt sogar so weit, dass er 1999 zusammen mit seinen beiden Brüdern für ein Festival in Südfrankreich das größte Balafon der Welt baut: drei Meter lang, 30 Klangstäbe, mit vier Oktaven! Die Kalebassen dazu stammen aus drei Ländern: Elfenbeinküste, Mali und Burkina Faso. Das Instrument kann in der Berliner Galerie Peter Herrmann in der Brunnenstraße bestaunt werden.

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