Auf dem Heisenhof war ein Schulungszen- trum für Neonazis geplant. Im Streit um ein geplantes Schulungszentrum für Neonazis auf dem sogenannten Heisenhof in Nie- dersachsen hat der Landkreis Verden einen juristischen Sieg errungen: Das Verwaltungs- gericht Stade bestätigte nach Informationen von NDR Info eine Abrissverfügung des Landkreises für die Gebäude auf dem Heis- enhof.
Schwere Niederlage für Rieger
Zwar werden die Bagger noch nicht sofort anrollen, doch die Entscheidung des Ver- waltungsgerichts Stade ist eine schwere Niederlage für den Hamburger Rechtsex- tremisten Jürgen Rieger.

Der hatte das rund 26.000 Quadratmeter große Gelände vor fünf Jahren in einer Ver- steigerung erworben. In den gut erhaltenen Kasernengebäuden will Rieger neben Schu- lungen auch eine "Aufzuchtstation für Ariernachwuchs" betreiben, wie er selber sagte. Dieser Traum des nach Verfassungs- schutzangaben "fanatischen Rassisten" Rieger ist vorerst ausgeräumt. In erster Instanz billigte das Verwaltungsgericht Stade jetzt eine Abriss-verfügung des Landkreises Verden, die sich gegen alle fünf größeren Gebäude auf dem Gelände richtet. |
Es wird allerdings erwartet, dass der mil- ionenschwere Anwalt Rieger aus Hamburg, der auch stellvertretender Bundesvorsitz- ender der rechtsextremen NPD ist, gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen wird.
Verdens Landrat erleichtert
Verdens Landrat Peter Bohlmann (SPD) zeigte sich nach dem Gerichtsurteil er- leichtert. Der Landkreis habe "auf ganzer Linie" gesiegt. Der Heisenhof, der zum Sym- bol der Nazis in der Region werden sollte, sei zum Symbol ihrer Niederlage geworden, sagte Bohlmann.
Quelle: NDR |