Denn neben den Klassikern der Technik wie Radio, Fernseher, Bügeleisen, Öfen oder auch Toastern finden sich auch Fehlentwicklungen und manche Kuriosität aus dem medizinischen Bereich oder dem damaligen Alltag. So zum Beispiel die Erfindung aus dem 19. Jahrhundert eines gewissen Dr. Johansen- ein mechanischer Vibrator, der durch das Drehen einer Handkurbel in Schwingung versetzt wurde. Und auch die Espressomaschine ist schon etwas älter, als mancher Besucher bisher vermutet hat, nämlich gut 100 Jahre. Allerdings war das in der Ausstellung gezeigte Exemplar mit einer Höhe von 87 cm und einem Kesseldurchmesser von 32 cm wohl eher nicht für den Hausgebrauch bestimmt. Auch die Idee, Fahrzeuge mit Elektromotoren anzutreiben, kam nicht erst im Zuge des Klimawandels auf, sondern wurde schon in den 1920er Jahren praktiziert.
Die Solarzelle übrigens, die 1953 mit einem Wirkungsgrad von sechs Prozent eingekapselt wurde, wies im Jahr 2002 noch einen Wirkungsgrad von 5,1 Prozent auf. Heutige Photovoltaik-Anlagen erreichen Wirkungsgrade bis zu 40 Prozent. |
Die Ausstellung schlägt einen Bogen von den ersten Anfängen im 19. Jahrhundert bis zur Errichtung der mit einer Fläche von 500.000 m2 (71 Fußballfelder) weltweit größten Solaranlage im spanischen Beneixama, die seit 2007 rund 12.000 Haushalte mit Strom versorgt. In Deutschland begann die Einführung der Photovoltaik im großen Maßstab mit der Verabschiedung des Vorläufers des Erneuerbaren - Energien - Gesetzes (EEG), dem Stromeinspeisegesetz.
Die erste Photovoltaikfassade in Deutschland wurde 1991 in Aachen errichtet.
Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung für globale Umwelt- veränderungen (WBGU) sieht in der Solarenergie die wichtigste Energiequelle der Zukunft. Bis 2050 kann ihr Anteil auf 24 Prozent und bis 2100 auf 61 Prozent an der weltweiten Energieerzeugung steigen.
Das Museum für Energiegeschichte(n) in Hannover ist außer an Feiertagen Dienstags bis Freitags von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei und Führungen für Gruppen sind nach vorheriger Anmeldung möglich.
www.energiegeschichte.de
Telefon: 0511-123116-34941
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