Bei seiner Hochzeit vor sieben Jahren trug McAllister den Kilt seines Clans. Bei seiner Vereidigung als niedersächsischer Ministerpräsident und Nachfolger des künftigen Bundespräsidenten Christian Wulff (CDU) wird der in Berlin als Sohn eines schottischen Offiziers und einer deutschen Musiklehrerin geborene McAllister wohl eher Zivil tragen. Mit 39 Jahren wird er der jüngste Landesvater Niedersachsens.
McAllister gilt schon seit Jahren als Wulffs Kronprinz. Bereits vor zwei Jahren hat Wulff ihm den Landesvorsitz überlassen. McAllister erhielt damals 98,9 Prozent der Stimmen. Nach seinem Jura-Studium trat McAllister zunächst in die Fußstapfen seines Vaters und wurde Soldat - allerdings bei der Bundeswehr. In der CDU machte er schnell Karriere. Seit 1998 sitzt er im niedersächsischen Landtag. Bereits fünf Jahre später löste er Wulff, der die Wahl gewonnen hatte, als Fraktionschef ab.
McAllister steht in dem Ruf, sowohl wortgewaltig austeilen zu können als auch den moderaten Stil seines Mentors Wulff zu beherrschen. Lange Jahre herrschte zwischen beiden die Arbeitsteilung Landesvater Wulff und Angreifer McAllister. Als der damalige Landtagsabgeordnete und heutige SPD-Chef Sigmar Gabriel lästerte, McAllister geriere sich wie ein Pitbull, sei aber das Hündchen von Wulff, parierte McAllister: „Lieber der Terrier von Wulff als der Mops von Schröder.“ |