Deutsche Zöllner haben am Wochenende mehr als 5,5 Mio. Euro Bargeld beschlag- nahmt, die ins Ausland geschmuggelt werden sollten. In der Aktion "Athena" haben 800 Zöllner in Richtung Schweiz und Lich- tenstein insgesamt 13 000 Personen kontrolliert und 181 Fälle von Geldschmuggel festgestellt. Das teilte das Zollkriminalamt Köln mit.
Den Angaben des Zollkriminalamtes zufolge wurden bereits vom 10. bis 17. September an den Grenzen von Schweiz und Liechtenstein 22 000 Gepäckstücke kontrolliert. Auch auf Flughäfen und in Zügen seien die insgesamt 13 000 Personen durchsucht worden. Die Aktion sei Teil der internationalen Operation «Athena» gewesen.
Mit der Operation sollten nach Angaben des Präsidenten des Zollkriminalamts in Köln, Karl- Heinz Matthias, Hinweise auf Geldflüsse für die Finanzierung von Terrorismus erlangt werden. Außerdem diene die Aktion dem Kampf gegen die Geldwäsche. Dem Zoll seien auch Steuerflüchtlinge ins Netz ge- gangen.
Die Zöllner stoppten auf Autobahnen und Landstraßen im Bereich Bregenz, Konstanz und Lörrach Hunderte Autos. Auf 17 Flug- häfen wurden Ausreisende kontrolliert, darunter in Frankfurt, München und Düs- seldorf sowie auf kleinen Regionalflughäfen wie Hahn, Münster/Osnabrück oder Pader- born/Lippstadt. Auch in den Zügen Richtung Basel und Zürich durchsuchten Zollbeamte die Fahrgäste.
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In Dortmund wollte ein 37-Jähriger aus dem Ruhrgebiet mit 34 000 Euro nach Kroatien fliegen. Auch in diesem Fall gehen die Fahnder von Drogengeld oder Gewinnen aus Zigarettenschmuggel aus.
An der Grenze in Richtung Süden wurden zahlreiche Steuerflüchtlinge gefasst. Bei Bregenz waren es acht in drei Stunden. Alle hatten Summen zwischen 15 000 und 20 000 Euro bei sich, meist locker in Jacke oder Hose gesteckt. Bei einem 23-jährigen Paar fanden Bargeld-Spürhunde 40 000 Euro ver- steckt in Warnwesten.
Quelle: Agenturen, Focus |