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Wülfrath: Bei einem Gasunfall sind 25 Menschen leicht verletzt worden
25.08.2008
Gefährlich
Bei einem Gasunfall im nordrhein-west- fälischen Wülfrath sind am Montag 25 Menschen leicht verletzt worden. Gegen 11.00 Uhr ist das gasförmige chemisches Zwischenprodukt "Dicyclopentadien high purity" unkontrolliert aus einer Chemiefabrik ausgetreten. Das teilte die Polizei in Mett- mann mit.

Das Gas habe sich mit dem Regen verbunden und als öl-ähnliche Substanz das Industriegebiet verschmutzt. Nach Angaben der Polizei klagten 25 Menschen über Reizungen der Atemwege, der Augen und der Haut.

Ersten Erkenntnissen zufolge wurden rund 300 Liter des Stoffes freigesetzt, ehe der Gasaustritt gestoppt werden konnte. Der Chemiebetrieb ist weiträumig abgesperrt. Ein Polizeisprecher sagte, die Auswirkungen auf die Umwelt seien noch nicht abzuschätzen. Es sehe aber so aus, als sei nur ein begrenztes Gebiet von dem Gasunfall be- troffen.

Dicyclopentadien kann, wenn es an die Luft gelangt, explosive Gemische bilden. Die Dämpfe sind schwerer als Luft und können sich deshalb leicht anreichern. Bei Kontakt mit starken Oxidationsmitteln, Säuren und Basen kann es zu heftigen Reaktionen kommen.

Dicyclopentadien ist gesundheitsschädlich. Es wirkt stark reizend auf die Schleimhäute der Augen und der oberen Atemwege, was neben dem unangenehmen Geruch eine bedeutsame Warnwirkung darstellt. In hohen Konzentrationen Schädigung von Lunge, Leber und Nieren möglich.

Die Betriebsanweisungen der Universität Würzburg geben auf ihrer Homepage fol- gende Tipps für die Erstversorgung :

Nach Hautkontakt: Bei Berührung mit der Haut sofort mit Wasser und Seife ab- waschen.

Nach Augenkontakt: Bei Berührung mit den Augen gründlich mit viel Wasser bei geöffnetem Lidspalt mind. 10 Min. spülen und Arzt konsultieren.

Nach Einatmen: Den Betroffenen an die frische Luft bringen und ruhig lagern.

Nach Verschlucken: Wasser trinken lassen. Erbrechen lassen. Sofort Arzt hinzuziehen.

Nach Kleidungskontakt: Beschmutzte Klei- dung ausziehen und sicher entsorgen.

Isabella PfaffIsabella Pfaff, pfaff@tagesblick.de
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