der Wahl erklärt: „Wir wollen sicher keine Koalition in der Opposition. Wir wollen einen Kurs der Eigenständigkeit.“ Drittens übersehen die Ober-Grünen geflissentlich, dass sie einen Teil ihres Erfolgs Stimmen aus dem bürgerlichen Lager verdanken. Der frühere Fraktionschef Rezzo Schlauch warnte dieser Tage: „Die Selbstbeschränkung einer Partei, die ein linkes und ein bürgerliches Milieu hat, ist unklug.“
Wie schwierig Rot-Rot-Grün ist, zeigt auch der Blick nach Thüringen, wo ein solches Bündnis trotz enormer Zugeständnisse der Links-Partei auf den letzten Metern scheiterte. Allerdings regt sich inzwischen an der SPD-Basis Widerstand gegen die geplante Koalition mit der CDU. Einziger Lichtblick für alle Anhänger von linken Bündnissen ist Brandenburg. Dort entschied sich Ministerpräsident Matthias Platzeck nach zehn Jahren großer Koalition mit der CDU am Montag für eine Koalition mit der Links-Partei. Zuvor hatte deren Spitzenkandidatin Kerstin Kaiser mit ihrem Verzicht auf ein Ministeramt den Weg bereitet. Kaiser hatte schon als Schülerin als Spitzel für die Stasi (Staatssicherheit der DDR) gearbeitet.
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