In Saarbrücken läuft ein einzigartiges Prä- ventionsprojekt, das heißt: Schüler hinter Gitter, und hat zum Ziel 14 bis 16-jährige Jugendliche für einen Tag lang Gefängnisluft schnuppern zu lassen. Das soll abschr-ecken. Vor allem die Jugendlichen, die eine kriminelle Karriere oft mit Schulschwänzen und Drogenkonsum beginnen.
Wie die Evangelische Nachrichtenagentur schreibt, hat das bundesweit einzigartige Schulprojekt in den vergangenen fünf Jahren mehr als 2.700 Schüler für einen Infor- mationsbesuch hinter die Mauern der Justiz- vollzugsanstalt Saarbrücken gebracht. Wenn sich hinter 14- bis 16-Jährigen einmal die Tür einer U-Haft-Zelle schloss und sie den Tagesablauf eines Häftlings kennenlernen, gewinnen sie ein realistisches Bild des Strafvollzugs, so die Überlegungen aus dem Ministerium.
"Vielleicht kann die konkrete Strafandrohung sogar den einen oder anderen von einer Tat aus Unbedachtheit abhalten", so Wolfgang Schild, der saarländische Justizstaats- sekretär. Die Schüler werden aber nicht nur als Besucher durch die Haftanstalt ge- schleust, sondern haben auch Gelegen- heit mit Inhaftierten zu reden. Die Gefangenen helfen mit, Knastkarrieren vorbeugend zu unterbinden.
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Bis zu einem dreiviertel Jahr im Voraus sind die Termine zum Besuch in der JVA Saarbrücken vergeben. Wenn es an saar- ländischen Schulen um Drogen und Gewalt geht, kann der Gefängnisbesuch die Erklär- ungen der Pädagogen ergänzen. "Kriminelle Karrieren beginnen häufig mit Schule- schwänzen und Drogen", warnt JVA-Leiterin Birgit Junker.
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