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Am heutigen Sonntag fand in Wernigerode/Harz im dritten Jahr in Folge das sogenannte Bürgerfrühstück statt. Die Idee: Privatpersonen, Vereine und Parteien treffen sich zu einem gemeinsamen Frühstück auf dem Marktplatz. Die für einen Tisch geleistete Spende kommt bedürftigen Kindern zugute.
Über 500 Personen trafen sich gegen 10 Uhr auf dem Marktplatz von Wernigerode, um gemeinsam zu frühstücken. Familien, Hausgemeinschaften, Vereine, Parteien, Wirtschaftsclubs, Kirchen sowie Unternehmen sind hieran nun schon zum dritten Mal beteiligt. Für eine Spende von mindestens 30 Euro stellt die Stadt einen Tisch zur Verfügung; in diesem Jahr waren auf dem Wernigeröder Marktplatz 65 Tische besetzt. Jede Gruppe organisiert an ihrem Tisch ihr eigenes Frühstück, auch die Dekoration ist jeder Gruppe selbst überlassen. Das hierdurch eingenommene Geld kommt Hilfeeinrichtungen zugute, die sich insbesondere um benachteiligte Kinder und Jugendliche in der Region kümmern.
Initiator dieses Bürgerfrühstücks ist Maik König, Angestellter des Jugendamtes des Landkreises Harz und Vorsitzender des Fördervereins „Life is my future“. Der Vorstand dieses Fördervereins entscheidet auch darüber, welcher Einrichtung die eingenommenen Spenden zufließen. Ziel ist es, insbesondere jene Projekte zu unterstützen, für die keine öffentlichen Mittel zur Verfügung stehen. Es werden aber auch Familien unterstützt, deren Kindern aus existenziellen Gründen keine Gelegenheit haben, am öffentlichen Leben teilzuhaben. |
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Bei den Wernigerödern trifft dieses Projekt auf breite Unterstützung. So ist das jährliche Bürgerfrühstück für die sozialdemokratische Stadträtin Julia Brandt „ein Zeichen, dass hier in Wernigerode ein tiefer Zusammenhalt zwischen den Menschen herrscht und wir gemeinsam jene Kinder und Jugendlichen unterstützen, die es im Leben nicht ganz so einfach haben.“
Da die Idee sich in Wernigerode seit ihrer Umsetzung steigender Beliebtheit erfreute, (2008 wurden noch 30 Tische vermietet; 2009 waren es schon 40 und dieses Jahr 65) wollte Maik König auch andere Kommunen in das Projekt einbinden. Im Jahr 2007 wurde der Harzkreis im Zuge einer Kreisgebietsreform aus den ehemaligen Landkreisen Wernigerode, Quedlinburg und Halberstadt geformt. Und während in der heutigen Hauptstadt des Harzkreises, Halberstadt, in diesem Jahr am 2. Mai bereits zum zweiten Mal ein Bürgerfrühstück stattfindet, fand König mit seinen Vorschlägen in Quedlinburg keine Unterstützung. Deshalb kann in der Weltkulturerbestadt eine solche Aktion zugunsten von Kindern und Jugendlichen nicht stattfinden, denn diese ist nur in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Kommune umsetzbar.
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