Rechtsradikale Schläger haben am Sams- tagabend bei Jena Mitglieder der Linkspartei und des DGB angegriffen und zum Teil schwer verletzt. Die Gruppe aus Hessen war auf der Rückfahrt von der Demonstration gegen den Neonazi-Aufmarsch in Dresden.
Unter dem Motto "GehDenken" haben in Dresden am Wochenende Zehntausend Menschen gegen den Nazi-Aufmarsch pro- testiert, mit dem die Erinnerung an die Zer- störung der Stadt am 13. Februar 1945 ver- einnahmt werden sollte und zu dem dies- mal 6000 Neonazis kamen.
Die "GehDenker" konnten prominente Namen aufbieten: Unter anderem der Schauspieler Wolfgang Stumpf, Franz Müntefering oder Gregor Gysi waren da sowie weitere Bun- desprominenz von SPD, Grünen, LINKE und den Gewerkschaften. Der sächsische CDU-Ministerpräsident war allerdings an diesem Nachmittag nicht auf dem Theaterplatz, eben- sowenig wie die CDU-Oberbürgermeisterin Helma Orosz. Sie hatte am Mittag zu einer separaten Veranstaltung geladen. Die CDU trauerte und protestierte getrennt.
Unter den "GehDenkern" am Nachmmittag war auch die DGB- Reisegruppe aus Hes- sen. Auf ihrer Rückfahrt aus Dresden wurden ihre beiden Busse auf einem Autobahn-Rastplatz in Ostthüringen von den Rechts- extremisten überfallen. Teilnehmer einer 41-köpfigen Gruppe bekannter Neonazis schlu- gen laut Polizei auf die Gewerkschafter, Friedensaktivisten und Mitglieder der Links- partei ein und verletzten fünf Menschen. Einer der Verletzten hat einen Schädelbruch und liegt schwerverletzt im Krankenhaus.
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Nach Angaben von Augenzeugen hätten die Neonazis die Opfer aus dem Bus gezerrt und auf sie eingeschlagen, auch als sie bereits am Boden lagen. Wie die Polizei weiter mitteilte, handelt es sich bei den Angreifern auf der Raststätte um Rechtsextremisten aus Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und aus Schweden. Der Bus der Rechtsextre- misten konnte bei Jena von der Polizei ge- stoppt werden. Anschließend seien die Per- sonalien der Insassen aufgenommen wor- den.
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