Auch in Sachsen ist jetzt ein prominenter Parteiaustritt bei den Linken zu verzeichnen. Nach Informationen des Tagesspiegel ver- lässt der Landtagsabgeordnete Ronald Weckesser die Linken. Die Partei sei auf dem Weg zur "Sekte", so seine Begründung.
Die Linken stehen unter Druck. Opel, Wirt- schaftskrise, Bankenbankott - eigentlich ihre Themen - doch die Linken machen derzeit mit Parteiaustritten von sich reden. Nachdem der Berliner Abgeordnete Carl Wechselberg und die EU-Parlamentarierin Sylvia-Yvonne Kauf- mann ihrer Partei den Rücken gekehrt haben, hat nun auch der sächsische Landtags- abgeordnete Ronald Weckesser ange- kündigt, die Linke verlassen zu wollen.
"Die PDS war schon mal eine Volkspartei, heute ist die Linke auf dem Weg zu einer Sekte", sagte er dem Berliner Tagesspiegel. Seine Kritik richtet sich vor allem gegen das Wahlprogramm für die Bundestagswahl im September: "Schon der erste Entwurf war nicht verantwortbar. Dass es dann noch mal zugespitzt wurde in Richtung Populismus und jedem alles verspricht, das kann ich nicht mehr tragen", so Weckesser.
Und der sächsische Linke kritisiert auch Parteichef Oskar Lafontaine. Es sei "desas- trös", wie "dieser rachsüchtige Egomane seine Privatfehde mit der SPD ausficht, eine reale Partei ruiniert, nur um im Westen der SPD zu zeigen, wo der Hammer hängt", sagte Weckesser.
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Der 60-Jährige ist seit 1999 ist Mitglied im sächsischen Landtag. Bis 2008 war er finanzpolitischer Sprecher der Links-Fraktion.
 Ronald Weckesser

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