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UNESCO, Brücken und Dresdenlamento
11.08.2010
UNESCO, Brücken und Dresdenlamento
Die Brückenthemen gehen der UNESCO ganz offensichtlich nicht aus. Auch nicht auf der diesjährigen Tagung des Welterbekomitees in Brasilien, die erst vor einigen Tagen zu Ende gegangen ist. Gut ein Jahr nach der deutlichen Entscheidung der Kulturorganisation der Vereinten Nationen zur Aberkennung des Weltkulturerbetitels für die Elbestadt reibt man sich nicht nur in Sachsen verdutzt die Augen: Das malerische Mittelrheintal bekommt unweit der berühmten Loreley eine Brückenquerung - mit dem Segen der UNESCO!

In der Begründung der UNESCO heißt es, dass der UNESCO-Welterbestatus Oberes Mittelrheintal dadurch nicht gefährdet würde. Soweit die offizielle Stellungnahme. Doch worin unterscheiden sich Kulturlandschaften an Rhein und Elbe tatsächlich, wenn es um den Bau von sensiblen Flussquerungen und deren Welterbeverträglichkeit geht?
Ein kurzer Rückblick: Dresden wurde im Jahre 2004 mit viel Tamtam der Titel einer Weltkulturerbestätte für das Dresdner Elbtal als eine bedeutende Kulturlandschaft zuerkannt. Dazu muss man wissen, dass Kulturlandschaften keineswegs in Stein gemeißelte Relikte längst vergangener Zeiten sind. Vielmehr sind Kulturlandschaften durch Menschenhand geprägte und veränderte kulturelle Lebenswelten.
Laut UNESCO sind „Kulturlandschaften (…) Kulturgüter und stellen die (…) gemeinsamen Werke von Natur und Mensch dar. Sie sind beispielhaft für die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft und Ansiedlung im Verlauf der Zeit unter dem Einfluss der physischen Beschränkungen und / oder Möglichkeiten, die ihre natürliche Umwelt aufweist sowie der von außen und innen einwirkenden aufeinander folgenden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Kräfte“.
Damit zeichnen sich derartige Räume klar durch moderne Entwicklungsperspektiven aus, die im Spannungsfeld ökologischer, ökonomischer, gesellschaftlicher und natürlich auch kultureller Interessen stehen können.
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