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Masern in Lübeck ausgebrochen
07.01.2011
Impfung
Besonders Menschen unter 40 Lebensjahren rät das Gesundheitsamt beim Hausarzt den Impfschutz zu überprüfen und gegeben falls aufzufrischen. Fehlende Schutzimpfungen sollten "umgehend beim Haus- oder Kinderarzt" durchgeführt werden, so die Em- pfehlung das Gesundheitsamtes.

"Im Moment hoffe ich, dass wir es im Griff haben", bestätigt der Leiter des Lübecker Gesundheitsamtes, Dr. Michael Hamschmidt, gegenüber der "Ärzte Zeitung". Die einzige Sorge sei nur, dass ein Infizierter nicht mehr alle Kontakte nachvollziehen kann. Denn Menschen, die mit Erkrankten in Kontakt kamen, könnten sich unter Umständen ebenfalls angesteckt haben.

Da am Montag in Schleswig-Holstein die Schule wieder begann, besteht die Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Erkrankung. Die Masern-Impf-Rate bei den neu ein- geschulten Kindern beträgt 85 Prozent nach zweimaliger Impfung.

In einem Rundschreiben haben die Lübecker Gesundheitsbehörden die Kinder-sowie Hausärzte, Internisten und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte informiert. Darin beschreibt das Gesundheitsamt auftretene Symptome und verweist auf den Beginn der Masern mit einem eher unspezifischen katarrhalischen Stadium. Das Beschwerdebild äußert sich mit Fieber, Entzündung der Bindehaut, Schnupfen, Husten und einem akuten Ausschlag am Gaumen. "Diese Symptomatik imponiert daher unter Umständen wie ein akuter Atemwegsinfekt und ist anfänglich von banalen respiratorischen Infekten oder von Influenza, die momentan auch gehäuft auftreten, klinisch schwer abzugrenzen", heißt es in dem Rundschreiben.

Besonders Erwachsenen, die bislang nicht an Masern erkrankt waren, wird eine Impfung von Seiten des Robert-Koch-Instituts empfohlen. Insbesondere sollten sich Bürger impfen, die von Berufswegen viel mit Menschen in einen intensiven Kontakt treten. Schwangere Frauen sollten sich hingegen nicht impfen lassen.

Masern sind sehr ansteckend. Die An- steckung erfolgt durch eine Tröpfchen- infektion die durch Husten, Sprechen, Küssen oder Niesen übertragen wird. Die Inkubationszeit beträgt zwei Wochen. Danach erfolgt hohes Fieber, Schnupfen und eine Bindehautentzündung. Nach weiteren fünf Tagen kommt der bekannte Hautausschlag hinzu. Während des Krankheitsverlaufs wird vor allem absolute Bettruhe verordnet. Antivirale Medikamente stehen nicht zur Verfügung. Lediglich zur Minderung der Beschwerden werden beispielsweise lindernde Arzneimittel ver- abreicht.




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