„Die NPD wird morgen in der Hildburghäuser Apothekergasse das direkte Gespräch mit dem Quotenneger Zeca Schall suchen... Thüringen muss deutsch bleiben. Wir danken Zeca Schall für seine Hilfe als Gastarbeiter in Thüringen. Heute wird er jedoch nicht mehr benötigt, weshalb wir ihn animieren wollen, in seiner Heimat mit den hier eingezahlten Sozialversicherungen ein neues Leben zu beginnen.“
Noch nie hat die rechtsradikale NPD bisher ihre Ausländerfeindlichkeit derart deutlich zum Ausdruck gebracht. Und noch nie hat sie derart offen versucht, einen Ausländer aus Deutschland zu vertreiben. Denn es blieb nicht bloß bei diesem Aufruf im Internet. Mitte der Woche fuhr tatsächlich ein Kleinlaster der NPD mit Lautsprecher vor dem Haus des CDU-Politikers Zeca Schalls in der thüringischen Kleinstadt Hildburghausen vor. Dort wartete aber bereits die Polizei, die ein direktes Aufeinandertreffen verhinderte. Seither steht die Polizei vor Schalls Haus. Die CDU hat gegen die NPD Anzeige wegen Volksverhetzung gestellt.
Am gleichen Tag versuchte NPD-Chef Udo Voigt auf dem Hildburghausener Marktplatz seine Vorstellungen an den Mann zu bringen. Doch der Marktplatz blieb leer. Ob die Aktion dennoch von Erfolg gekrönt sein wird, wird sich am 30. August zeigen. Dann wird in Thüringen ein neuer Landtag gewählt, in dem die NPD anders als in Sachsen und |
Mecklenburg-Vorpommern bislang nicht vertreten ist.
Der 45-jährige gebürtige Angolaner Schall will sich nicht einschüchtern lassen. Er lebt seit 21 Jahren in Deutschland und ist mit einer Deutschen verheiratet, deren Namen er angenommen hat. Seit vier Jahren hat er einen deutschen Pass. In der CDU hat er das Amt des Integrationsbeauftragten inne. Im laufenden Wahlkampf ist er auf Großplakaten zusammen mit Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) zu sehen.
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