“Eine neue Ära bricht an in Amerika” - das ist der Aufmacher eines Internetportals am 20. Januar 2009. Barack Obama, Senator aus Illinois und neuer Hoffnungsträger einer ganzen Nation, wird an diesem Tag als 44. Präsident offiziell in sein Amt eingeführt.
Der Aufmacher trifft die Stimmung in Washington: zwei Millionen Menschen sind in die Hauptstadt der  Obama Fans

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USA gereist, um die historische Amtseinführung des ersten schwarzen Präsidenten mitzuerleben - ein neuer Rekord. Der wurde bisher mit 1,2 Millionen Besuchern von Lyndon B. Johnson gehalten.
Aus allen Teilen des Landes sind die Menschen gekommen, um ihren neuen Präsidenten zu feiern. Strahlende, lachende Gesichter beherrschen das Bild der sonst eher ruhigen Stadt. Ebenfalls mit dabei: Obama Fans aus Simbabwe, Kenia und vieler anderer Länder stehen in der Menge an der Museumsmeile vor dem Kapitol.
Schon vor Tagesanbruch drängen die Massen in die Stadt. Um fünf Uhr morgens haben bereits 35 000 Menschen die Metro, die Untergrundbahn Washingtons, genutzt. Nur eine Stunde später, um sechs Uhr, schwillt die Zahl auf 100 000 an. Ein Zwischenfall - er soll der einzige bleiben - an der Station Gallery Place um 7:30 Uhr: eine Frau rutscht in der Menschenmenge aus und fliegt auf die Bahngleise. Ein Bahnarbeiter aus Texas, ebenfalls für die Inauguration nach Washington gereist, springt ihr beherzt hinterher und rettet sie bevor die nächste Bahn einfährt.
Etwas Unmut macht sich vor den wenigen Checkpoints zur Paraderoute breit: Über mehrere Häuserblocks hinweg erstreckt sich die Schlange der Menschen, die darauf warten, eingelassen zu werden. |