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Thanksgiving ist kein Tag, an dem die Truthähne der USA Dank sagen. Auch die Ureinwohner eher nicht.
Sie profitieren nicht wirklich von dem Fest, das jedes Jahr am letzten Donnerstag im November stattfindet und inzwischen den wichtigsten nationalen Feiertag in den Vereinigten Staaten darstellt.
Mit “Thanksgiving” - dem Fest des “Dank Sagens” - feiern die Amerikaner das Überleben der ersten Kolonialisten, den Beginn der Vereinigten Staaten.
Die hatten ihren ersten Winter in der neuen Welt gerade so überlebt - mit Hilfe der Wampanoag Indianer, die in Massachussets lebten, wo die Engländer 1620 landeten.
Die Wampanoag zeigten den Einwanderern -- allesamt puritanische Frömmler und absolut ahnungslos, was das Überleben in der fremden Welt betraf -- was essbar war und was nicht und wie man Mais anbaute, das Hauptnahrungsmittel in der Region. Die Wampanoag brachten den geschwächten und hungrigen Angelandeten Enten, Rehe und Truthähne als Nahrung.
Der Rest der amerikanischen Geschichte ist bekannt: die indianischen Ureinwohner, schon damals seit Jahrtausenden in Amerika ansässig, zogen den Kürzeren. Während also der europäische Einwandererteil Nordamerikas jedes Jahr “Dank sagt”, erklärten 1970 mehrere indianische Stämme Thanksgiving zum offiziellen “Day of Mourning” - dem “Tag der Trauer.”
Trauern tun auch die Truthähne. Die zieren nämlich seit jener ersten Mahlzeit in Massachussets alljährlich das Thanksgiving Festtagsbuffet der Amerikaner. |
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Truthahn (“Turkey”), Preiselbeersauce (“Cranberry Sauce”) und Süsskartoffeln (“Sweet Potatoes”) - das wird jedes Jahr am 25. November von allen Amerikanern mit Appetit verzehrt, egal ob im schon winterlichen Norden oder im noch warmen Süden. Diese drei Dinge gehören einfach zum Festschmaus, ob das schwere Essen nun zum Wetter passt, oder nicht.
Zu Thanksgiving gehören ausserdem: essen bis der Bauch platzt und Football. Während bei den ersten Thanksgiving Feiern der kirchliche Gottesdienst noch eine wichtige Komponente darstellte, sind inzwischen die Familienzusammenkunft, das Essen und das jedes Jahr am Thanksgiving Tag stattfindende Footballspiel ins Zentrum der Feier gerückt.
Geshoppt wird natürlich auch, sonst wäre es ja nicht Amerika. Der Tag nach Thanksgiving ist einer der wichtigsten Verkaufstage für den amerikanischen Einzelhandel. Der sogenannte “Black Friday” wird vor allem dieses Jahr mit Zittern erwartet. Geschäfte, die stark unter der derzeitigen Wirtschaftskrise leiden, hoffen auf bessere Zahlen.
Wenigstens auch zwei Truthähne dürfen hoffen: George H. W. Bush bekam 1989, wie viele andere Präsidenten schon vor ihm, von der National Turkey Federation und dem Poultry and Egg National Board zwei Truthähne für das Thanksgivingbuffet geschenkt. Bush Senior taten die Vögel allerdings leid und er begnadigte prompt die Tiere.
Seitdem wird jedes Jahr zwei Truthähnen offiziell Amnestie gewährt. Dem |
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