Die Homepage von Innenminister Wolfgang Schäuble ist am Mittwoch von Hackern geknackt worden. Wer auf seine Homepage klickte, fand dort einen Link zum "Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung", der ein erbitterter Gegner von Schäubles Datensammelwut ist. Gezeichnet wurde mit "Grüße von 007".
Der Innenminister ist ein beliebtes Opfer für Hacker: Der Chaos Computer Club etwa veröffentlichte im vergangenen Jahr aus Protest Schäubles biometerischen Finger- abdruck. Und im Mai 2008 soll auf der Innenminister-Homepage ein Totenkopf zu sehen gewesen sein, wie die „Berliner Mor- genpost“ damals schrieb.
Die Angreifer nutzten für ihre Attacke anschei- nend eine Sicherheitslücke im Content Management System "Typo 3", für die an am Dienstag bereits ein Patch veröffentlicht wurde. Das System von Schäuble war zum Zeitpunkt des Angriffs noch nicht aktualisiert.
Mit einem Hinweis auf das Typo3-Update verrieten die Aktivisten auch, wie sie in das System gekommen waren: Sie konnten offenbar über eine spezielle URL die Kon- figurationsdatei localconf.php abrufen.
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