Die Zukunft liegt in Barcelona: Der "Mobile World Congress", der jährlich dort stattfindet, gilt als weltweit wichtigste Messe der Mobil- funkindustrie und hat damit der CeBIT in Hannover den Rang abgelaufen. Das macht sich auch dieses Jahr wieder in den rück- läufigen Ausstellerzahlen in Hannover be- merkbar.
Die CeBIT hat ein Problem: Bereits 2009 gab es einen massiven Ausstellerrückgang und auch in diesem Jahr sieht es nicht besser aus: Mit rund 4.200 Unternehmen aus 68 Ländern liegen die Zahlen noch unter denen von 2009. Deshalb hat man auch nun die CeBIT wiederum um einen Tag verkürzt, Zu- gang erhält man nur vom 2. bis zum 6. März.
Zwar ist die Messe in Barcelona zahlenmäßig wesentlich kleiner als die in Hannover, so waren im Februar in Barcelona rund 1300 Aussteller und knapp 50 000 Besucher auf dem Mobile Wold Congress, doch die Revo- lutionen auf dem Mobilfunkmarkt finden in Spanien statt und nicht mehr in Hannover. Die CeBIT sucht also ihre Zukunft in der sich schnell ändernden High-Tech-Welt.
Deshalb rückt der Veranstalter zunächst die positiven Nachrichten in den Vordergrund: An der CeBIT beteiligen sich dieses Jahr rund 300 Aussteller, die zum ersten Mal dort vertreten sind. Darunter sind auch Schwer- gewichte wie Google und Amazon zu finden. |
Nicht aber zum Beispiel Apple, das seine Produkte wie das neue iPad lieber gleich im eigenen Haus vorstellt.
Die CeBIT versucht nun 2010 im Bereich "Sound" Schwerpunkte zu setzen, nachdem die Popkomm als Branchentreff für die Musikindustrie abgesagt wurde. Die CeBIT will die Musikmacher und Technologie-Nerds auf der Messe zusammenführen. Der Deutschland-Chef des Computerkonzerns Acer, Stefan Engel, allerdings warnt: "Wir sind auf die Veränderungen sehr gespannt. Es könnte die letzte Chance sein, eine Welt- messe der IT zu bleiben."
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