Die zweite Welle der Eroberung des deutschen Internets durch amerikanische Schwergewichte hat bekommen. Amazon, Ebay, Google und Co. sind ja schon lange da. Nun folgt die 2. Welle. Die Web 2.0 Welle sozusagen.
Es war das Jahr 1999. Sechs Unternehmer unter der Führung dreier Brüder, Alexander, Marc und Oliver Samwer, hatten Alando gegründet und damit eine Idee aus den USA nahezu eins zu eins kopiert: Ebay. Ein halbes Jahr später verkauften sie Alando - an Ebay. Für 43 Millionen US-Dollar. Ein Internet- märchen wurde Wirklichkeit. Und wir Deut- schen zeigten zum ersten Mal, wie gut wir im Kopieren amerikanischer Internet-Geschäfts- ideen sind. Dem sollten, vor allem in jüngster Vergangenheit schier endlose Kopierver- suche erfolgreicher Internetideen aus den USA folgen.
Nun wiederholt sich ein Teil dieser Alando- Story. Mit ähnlichen Akteuren und womöglich noch höheren Summen. Denn amerika- nische Schwergewichte der Web 2.0 Welt haben Deutschland ins Auge gefasst, nachdem die Claims in den USA weitest- gehend abgesteckt sind.
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MySpace, das weltweit größte SocialNetwork im Netz, gibt es seit Ende 2006 bereits in einer deutschen Variante. Seit wenigen Wochen nun ist auch Facebook, härtester MySpace-Verfolger, in deutsch verfügbar. Man will ganz offensiv den hiesigen Markt erobern. Und wer steht Facebook dabei zur Seite? Alexander, Marc und Oliver Samwer. Sie haben sich mit einem winzigen Anteil (Details erfährt man verständlicherweise nicht) an Facebook beteiligt und forcieren nun die Expansion nach Europa. Witzig daran ist, das sich Facebook in Deutschland vor allem mit StudiVZ auseinander setzen muss. An StudiVZ wiederum waren die drei Brüder bis zum Verkauf an das Verlagshaus Holtzbrinck selbst beteiligt und hatten geholfen, das der Facebook-Klon (StudiVZ war bei seinem Online-Gang im Oktober 2005 eine reine Eins-zu-eins-Kopie von Facebook und schon bald waren Gerüchte im Umlauf, das es Verkaufsgespräche zwischen StudiVZ und Facebook gibt) rasend schnell zur mitglieder- stärksten Community im deutschsprachigen Raum wurde. Und nun kommt die Facebook- Attacke. Im Hause Holtzbrinck gibt man sich nach außen hin gelassen. Denn noch (?) ist man so unglaublich stark, das man meint nichts befürchten zu müssen. Aber in Face- |