Ein ganz heißes Thema in der deutschen Internetlandschaft sind aktuell - neben den immer stärker werdenden Social Networks - geschlossene Shopping-Plattformen.
Vorreiter ist hier das französische Vente Privée, das mit fast 5 Millionen angemeldeter Nutzer, wovon ungefähr die Hälfte als aktiv bezeichnet werden kann, ein echtes Schwergewicht im europäischen Ecommerce ist. 2007 wurde ein Umsatz von 350 Millionen Euro erzielt, 2008 peilt man nach eigenen Angaben 500 Millionen Euro an und im Jahr 2010 will man gar die Milliarden-Grenze knacken. 2007 wurden in 753 Verkaufsaktionen mehr als 18,5 Millionen Produkte verkauft. Im November letzten Jahres wurden als umsatzstärkstem Monat 900.000 Pakete versendet.
Wie funktionieren solche geschlossenen Clubs? Und warum sind sie überhaupt geschlossen?
Immer wieder ärgern sich Internetnutzer, das sie bei solchen Clus wie Vente Privée oder Brands4friends nicht einfach so Sachen bestellen können. Sie fragen sich: "Was soll das?"
Die Logik dahinter ist relativ einfach. Zum einen schaffen solch geschlossene Systeme ein Gefühl von Exklusivität. Und dieses ist durchaus gewollt. Man kommt nur mittels einer Einladung herein, kann sich aber bei den meisten Seiten direkt um eine Einladung bewerben. Man schließt also - zumindest bei den meisten Projekten - niemanden aus. Aber die Seiten MÜSSEN "geschlossen", also nicht für jeden im Netz herumsurfenden User, sein, weil die Marken dies wollen!
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Man bekommt dort nämlich ausschließlich Markenware. Puma, Moschino, Eastpak, Tommy Hilfiger, Dolce & Gabbana, Vans - das (und noch viele andere) sind die Marken, die man dort in zeitlich begrenzten Aktionen einkaufen kann. Und das meist zum halben oder gar gedrittelten Preis!
Die Shoppingclubs sind also nicht nur exklusiv, sondern auch noch super günstig. Und genau wegen dieser günstigen Preise müssen die Seiten geschlossen bleiben. Die Marken möchten damit den regulären Einzelhandel nicht schaden. Oft weiß man auch erst am Tag einer Aktion, welche Produkte es zu welchem Preis gibt.
In den Shopping-Clubs werden also ausschließlich Aktionen gefahren! Es gibt keinen Gesamtkatalog, sondern nur fest terminierte Verkaufsevents, die oft nur einen oder zwei Tage dauern. Ist das Produkt ausverkauft, hat man Pech gehabt. Dadurch können diese Firmen nicht nur gute Umsätze generieren, sondern auch Verluste vermeiden! Es werden keinerlei unnötigen Lagerbestände aufgebaut. Ladenhüter gibt es praktisch nicht.
Wie geht das? Wie man so günstig Markenprodukte anbieten?
Alle diese Clubs verfügen über exzellente Einkäufer, die beste Kontakte zu den Markenfirmen besitzen.
Die Ware ist nie brandaktuell. Oft handelt es sich um Ware aus der Vorjahreskollektion. Diese Bestände müssen abgebaut werden, der reguläre Handel bietet sie nicht mehr an.
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