Alexa war bisher so ziemlich der einzige ernstzunehmende Spieler auf dem Markt mit dessen Hilfe man die Zugriffszahlen einzelner Webseiten miteinander vergleichen konnte. Dabei hat Alexa jedoch den Nachteil, das die gelieferten Zahlen sehr vage und unzuverlässig sind. Alexa ermittelt die Zugriffe auf Webprojekte mit Hilfe eines Plugins, das man in seinen Webbrowser integrieren kann. Dieses Plugin ist mittlerweile zwar erstaunlich gut verbreitet, das aber vor allem im englischsprachigen Raum. Deutschsprachige Seiten sind deutlich im Nachteil. Und "genau" sind die Zahlen dennoch nicht, denn der Prozentanteil von Internet-Nutzern mit diesem Plugin ist im Vergleich zur großen Masse noch immer gering. Aber um Trends miteinander zu vergleichen, war und bleibt Alexa ein gutes Tool.
Aus Deutschland versucht Seitwert einen ähnlichen Dienst aufzubauen. Seitwert nutzt allerdings kein Plugin und sammelt keine eigenen Daten. Man greift vielmehr auf verschiedene Dienste, vor allem wieder Alexa, zurück und kombiniert diese mit Google, Yahoo, Wikipedia und dem Google PageRank. Teilweise sehr interessant, was dabei herauskommt. Eine spannende Alternative zu Alexa.
Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis ein echter Alexa-Konkurrent am Markt erscheint. Alexa hat den großen Nachteil, dass es mit einem Browserplugin arbeitet. Dadurch sind zwar Trends in Sachen Traffic und Wertigkeit gegenüber Konkurrenzseiten zu erkennen, mehr aber auch nicht.
Nun hat das Internetschwergewicht Google eine neue Raubkatze aus dem Labor in den Internet-Dschungel entlassen: Google Trends für Webseiten. Man kann hier den Traffic von Webseiten vergleichen. Genial ist die Option dies auf Regionen zu beschränken. Außerdem werden gleich noch “Also visited” und “Also searched for” mit angezeigt. Man kann also schauen, wo Projekte in Sachen Zugriffszahlen auf dem deutschen Markt stehen im Vergleich zur Konkurrenz. Und gleichzeitig sieht man noch, nach welchen Suchbegriffen die Menschen suchen, wenn sie auf diese Seite stoßen.
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Auf die Frage, woher diese Daten kommen, gibt es von Google folgende Antwort:
Trends for Websites combines information from a variety of sources, such as aggregated Google search data, aggregated opt-in anonymous Google Analytics data, opt-in consumer panel data, and other third-party market research.
Dank Google Analytics und den Suchanfragen hat Google die perfekt Basis für ein solches Tool. Man wertet all diese Daten aus und gibt sie via Google Trends für Webseiten wieder aus. Nicht jedem wird diese Öffentlichkeit gefallen. Manch einer mag den Vergleich mit der Konkurrenz in dieser Offenheit scheuen. Arg traurig ist es, dass Google sich selbst und auch seine Töchter wie Youtube hier ausschließt und nicht mit anzeigt. Das ist schon ein Stück weit feige.
Man darf gespannt sein, wie lange Alexa sich noch am Markt behaupten kann mit diesem gewaltigen Konkurrenten im Nacken. Und es wird spannend sein zu sehen, was sich aus Google Trends for Websites in der Zukunft noch entwickelt und welche Relevanz es für die Buchung von Werbeanzeigen auf Internetprojekten bekommt. |