Laut einer hausinternen Studie, die an die Öffentlichkeit kam, wird die Umstellung des klassischen Telefonnetzes auf Internet Pro- tokoll bei der Telekom AG rund 15 000 Arbeitsplätze in Deutschland überflüssig machen. Das berichtet der Focus am Montag.
Die Studie wurde von der Stuttgarter Berat- ungsfirma Input Consulting erstelt, heißt es in der Internetausgabe des Magazins "Focus". Und weiter: "Die Modernisierung der Kernnetze wird innerhalb der kommenden drei bis vier Jahre weitestgehend realisiert sein und bei der Telekom zu einem 'Personalminderbedarf' in einer Größen- ordnung von voraussichtlich 10.000 bis 15.000 Vollzeitstellen führen."
Die Studie trägt den Titel: "Next Generation Networks und Beschäftigung", ihr Autor ist Michael Schwemmle. Für ihn steht die ganze Telekommunikationsbranche vor einem ein- schneidenden Umbau. Laut Schwemmle wird es einen "signifikanten Rückgang des Arbeitsvolumens" geben.
Die vereinfachte Netzstruktur erfordere weni- ger Standorte. "In Summe dürfte die Um- rüstung nach und nach zu einem mas- siven Rückgang manueller Zugriffe - Schaltungen, Reparaturen - auf das Netz führen", heißt es in dem Bericht weiter. Bei der Deutschen Telekom war am Sonntag niemand für eine Stellungnahme erreichbar.
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Die Telekom AG müsse in Zukunft vermehrt in DSL-Anschlüsse für Endkunden investi- eren. Das fordere auch die Bundesregierung, die 75% der Haushalte bis 2014 mit 50Mbit-Anschlüssen ausstatten will. Der Ausbau stocke jedoch, weil die Regulierungsbehörde "die Risiken einseitig den investitionsbereiten Akteuren aufbürdet und Trittbrettfahrern at- traktiv macht", heißt es in der Studie. Die Telekom selbst könne derzeit weniger als 40% der Haushalte rentabel anschließen. Der ehrgeizige Regierungsplan müsse des- halb "heute bereits als gescheitert gelten", so der Focus-Bericht.
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