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Telekom hat bis 2014 rund 15 000 Arbeitsstellen zuviel.
05.10.2009
Studie
Laut einer hausinternen Studie, die an die Öffentlichkeit kam, wird die Umstellung des klassischen Telefonnetzes auf Internet Pro- tokoll bei der Telekom AG rund 15 000 Arbeitsplätze in Deutschland überflüssig machen. Das berichtet der Focus am Montag.

Die Studie wurde von der Stuttgarter Berat- ungsfirma Input Consulting erstelt, heißt es in der Internetausgabe des Magazins "Focus". Und weiter: "Die Modernisierung der Kernnetze wird innerhalb der kommenden drei bis vier Jahre weitestgehend realisiert sein und bei der Telekom zu einem 'Personalminderbedarf' in einer Größen- ordnung von voraussichtlich 10.000 bis 15.000 Vollzeitstellen führen."

Die Studie trägt den Titel: "Next Generation Networks und Beschäftigung", ihr Autor ist Michael Schwemmle. Für ihn steht die ganze Telekommunikationsbranche vor einem ein- schneidenden Umbau. Laut Schwemmle wird es einen "signifikanten Rückgang des Arbeitsvolumens" geben.

Die vereinfachte Netzstruktur erfordere weni- ger Standorte. "In Summe dürfte die Um- rüstung nach und nach zu einem mas- siven Rückgang manueller Zugriffe - Schaltungen, Reparaturen - auf das Netz führen", heißt es in dem Bericht weiter. Bei der Deutschen Telekom war am Sonntag niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Die Telekom AG müsse in Zukunft vermehrt in DSL-Anschlüsse für Endkunden investi- eren. Das fordere auch die Bundesregierung, die 75% der Haushalte bis 2014 mit 50Mbit-Anschlüssen ausstatten will. Der Ausbau stocke jedoch, weil die Regulierungsbehörde "die Risiken einseitig den investitionsbereiten Akteuren aufbürdet und Trittbrettfahrern at- traktiv macht", heißt es in der Studie. Die Telekom selbst könne derzeit weniger als 40% der Haushalte rentabel anschließen. Der ehrgeizige Regierungsplan müsse des- halb "heute bereits als gescheitert gelten", so der Focus-Bericht.



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