zurück zum Archiv
     |   RSS   |   Suche     
StartWirtschaft
Wirtschaft
Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken Diesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel weiterempfehlen
Quelle am Ende - 5000 Mitarbeiter ohne Job
20.10.2009
Traurige Weihnachten
Für rund 5000 Mitarbeiter bei Quelle werden es traurige Weihnachten: Sie verlieren alle in den nächsten vier Wochen ihren Job. Das Traditionsversandhaus Quelle hat nämlich keinen Investor gefunden und muss nun endgültig die Tore schließen. Den 50 Mil- lionen des staatlichen Massekredites zum Trotz, die im Sommer noch gewährt wurden.

In den nächsten vier bis sechs Wochen, so der Insol- venzverwalter Jörg Nehrlich, werden noch die Lager in Fürth geräumt, und dann gehen endgültig die Lichter aus. Für 5000 der rund 7000 Beschäftigten bedeute das die Arbeitslosigkeit. Besonders schlecht sei die Situation in Bayern: Dort werden alle Quelle-Mitarbeiter entlassen.

Für den geplanten Ausverkauf per Internet würden aber noch eine ganze Reihe Mit- arbeiter benötigt, sagte der Insolvenzverwalter weiter, und kündigte gleichzeitig "drastische Rabatte" auf Quelle Artikel an. Allerdings warnt die Verbraucherzentrale Hessen Quelle-Kunden davor, ihre bereits bestellte Waren per Vorkasse zu bezahlen. Die Be-zahlung der Waren nach Erhalt der Rechnung sei der einzig sichere Weg.

Die Ursache für den Untergang des Tra- ditionsunternehmens sieht der Insolvenzver- walter im zusammengebrochenen Factoring-Zahlungsverkehr und in der negativen Stim- mung bei den Bestellern. Einige Quelle-Teilbereiche wie Callcenter oder auch der Kundendienst hätten hingegen Überlebens- chancen, da sie bereits jetzt auch für andere Unternehmen tätig seien. Aber auch hier werde es erhebliche Entlassungen geben.

Mehr als 80 Jahre nach dessen Gründung wird also Quelle abgewickelt, weil kein potenter Investor gefunden werden konnte. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehof nannte die Quelle-Abwicklung einen schwe- ren Schlag für die Region Fürth. Die Rückzahlung des staatlichen Massekredits in Höhe von 50 Millionen Euro aber sei nicht gefährdet.






tagesblick.de - Die Redaktiontagesblick.de - Die Redaktion, redaktion@tagesblick.de
zu den Autoren
 
0 Kommentare
Einen Kommentar hinterlassen:  (Bitte alle Felder ausfüllen!)
 
Name:
 
E-Mail:
 
Kommentar:
 
Spam-Schutz: 
 
Politik - Aktuelles
Wirtschaft
weitere Artikel


Wirtschaftzum Archiv