zurück zum Archiv
     |   RSS   |   Suche     
StartWirtschaft
Wirtschaft
Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken Diesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel weiterempfehlen
Rund 500 Stahlarbeiter in Eisenhüttenstadt im Warnstreik
29.09.2010
Tarifverhandlungen
Im Tarifkonflikt in der ostdeutschen Stahlindustrie hat die IG Metall am Mittwoch ihre Warnstreiks fortgesetzt. Im brandenburgischen Eisenhüttenstadt legten bei Arcelor Mittal am Morgen rund 500 Mitarbeiter der Nacht- und Frühschicht ihre Arbeit für zwei Stunden nieder, wie IG-Metall-Sprecher Peter Ernsdorf der Nachrichtenagentur dapd sagte.

Weitere Aktionen sollte es bei der Ilsenburger Grobblech GmbH in Ilsenburg in Sachsen-Anhalt sowie in Zeithain bei der Salzgitter Mannesmann Rohr Sachsen GmbH geben. Zum Auftakt der Warnstreiks am Dienstag hatten im Stahlwerk im sächsischen Gröditz rund 300 Beschäftigte die Arbeit zeitweise niedergelegt.

Für Mittwochnachmittag war die dritte Verhandlungsrunde der westdeutschen Stahlindustrie in Düsseldorf angesetzt. Die ostdeutsche Stahlbranche wolle zunächst die Ergebnisse abwarten und dann ebenfalls die Tarifverhandlungen fortsetzen, sagte Ernsdorf. In der vergangenen Woche hatte es erste Gespräche mit den Arbeitgebern gegeben, die allerdings kein konkretes Angebot vorlegten.

Die IG Metall fordert für die 8.000 Beschäftigen in der ostdeutschen Stahlbranche eine Lohnerhöhung von sechs Prozent, außerdem eine Gleichbehandlung der Leiharbeiter. Zudem solle den Älteren ein "gesunder Ausstieg in die Rente" und den Jüngeren ein gelungener Einstieg ins Arbeitsleben ermöglicht werden, sagte Ernsdorf. "Gerade in Ostdeutschland ist dieses Thema enorm wichtig", fügte der Sprecher hinzu. Die Warnstreiks sind vorerst auf zwei Tage begrenzt.


dapd
Michael PohlMichael Pohl, pohl@tagesblick.de
Journalist
zu den Autoren
 
0 Kommentare
Einen Kommentar hinterlassen:  (Bitte alle Felder ausfüllen!)
 
Name:
 
E-Mail:
 
Kommentar:
 
Spam-Schutz: 
 
Politik - Aktuelles
Wirtschaft
weitere Artikel


Wirtschaftzum Archiv