zurück zum Archiv
     |   RSS   |   Suche     
StartWirtschaft
Wirtschaft
Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken Diesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel weiterempfehlen
Forscher sagen für dieses Jahr ein Wachstum von 3,5 Prozent voraus
13.10.2010
Herbstgutachten
Die deutsche Wirtschaft wächst wieder: Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten laut Zeitungsberichten in ihrem Herbstgutachten für Deutschland in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent - der höchste Wert seit 20 Jahren. Im Frühjahr hatte die Prognose noch auf 1,5 beziehungsweise 1,4 Prozent Wachstum gelautet.

Im kommenden Jahr dürfte der Zuwachs geringer ausfallen und das Bruttoinlandsprodukt um 2,0 Prozent zulegen. Offiziell wird das Herbstgutachten der Institute am Donnerstag in Berlin vorgestellt. Im Frühjahr hatte die Prognose noch auf 1,5 beziehungsweise 1,4 Prozent Wachstum gelautet.

Einhaltung der Maastricht-Verträge vor Augen

Das "Handelsblatt" berichtete, dass Deutschland bereits wieder im kommenden Jahr den Maastricht-Vertrag einhalten und bei der Neuverschuldung unterhalb der geforderten 3-Prozent-Grenze bleiben werde. Die Defizitquote werde 2011 nur noch 2,7 Prozent betragen nach einem Defizit von 3,8 Prozent im laufenden Jahr. Die Zahl der Arbeitslosen werde laut Gutachten 2011 im Schnitt unter drei Millionen liegen. Die Forscher prognostizierten für den Euroraum ein Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent 2010 und von 1,3 Prozent 2011.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zitierte eine mit dem Gutachten vertraute Person, der zufolge die Konjunkturexperten der Institute allerdings auch deutlich die weltwirtschaftlichen Risiken betonen, die für die deutsche Wirtschaft bestünden.
In den USA laufe die Erholung nur schleppend. Risiken sähen die Ökonomen auch im weiter stark wachsenden China, wo sich in manchen Landesteilen eine Immobilienpreisblase aufbaue. In Europa seien die Staatsschuldenkrisen noch nicht gelöst.

Kritik an EU-Kommission

Kritik wird im Gutachten laut "FAZ" auch an den Plänen der EU-Kommission zur Überwachung der Wirtschafts- und Haushaltspolitiken der Mitgliedstaaten geäußert. An die deutsche Regierung richten die Institute den Berichten zufolge die dringende Aufforderung, den Kurs der Haushaltskonsolidierung verschärft weiterzuführen. Die gute Konjunkturentwicklung müsse genutzt werden, um die Defizite zu senken.

Die Bundesregierung wird nicht zuletzt auf der Basis des Herbstgutachtens ihre eigene Konjunkturprognose aktualisieren und am Donnerstag kommender Woche vorlegen. Im April hatte die Regierung ein Wachstum von 1,4 Prozent für 2010 und von 1,6 Prozent für 2011 vorausgesagt. Dass diese Werte deutlich nach oben korrigiert werden, davon ist nach den Aussagen verschiedener Regierungsmitglieder auszugehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte Ende September: "Das Wirtschaftswachstum scheint in diesem Jahr deutlich höher zu sein, als unsere Erwartungen waren." Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sagte am Mittwoch in Schanghai, "mindestens eine zwei mit einer hohen Zahl hinter dem Komma" werde die neue Prognose der Regierung für 2010 lauten.
1  2   > weiter
0 Kommentare
Einen Kommentar hinterlassen:  (Bitte alle Felder ausfüllen!)
 
Name:
 
E-Mail:
 
Kommentar:
 
Spam-Schutz: 
 
Politik - Aktuelles
Wirtschaft
weitere Artikel


Wirtschaftzum Archiv