Die Deutsche Bank hat Ende 2011 wegen der Euro-Schuldenkrise überraschend rote Zahlen geschrieben.
Der Verlust vor Steuern im vierten Quartal betrug 351 Millionen Euro nach einem Gewinn von 707 Millionen Euro ein Jahr zuvor, wie das größte deutsche Geldhaus am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Milliardengewinn gerechnet.
Die Schuldenkrise führte zu einer Flaute am Anleihemarkt, die das Kerngeschäft Investmentbanking massiv belastete. Die vom künftigen Co-Chef Anshu Jain geleitete Kapitalmarkt-Sparte schrieb einen Verlust von 422 Millionen Euro.
Im Gesamtjahr verdiente das Institut vor Steuern 5,4 Milliarden Euro und will seinen Aktionären wie im Vorjahr 0,75 Euro je Aktie Dividende zahlen. Angepeilt hatte der scheidende Vorstandschef Josef Ackermann zehn Milliarden Euro Gewinn, aber wegen der Schuldenkrise war spätestens seit Herbst klar, dass dieses Ziel nicht mehr zu erreichen ist.
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