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1. James Bond - Konferenz der Uni Saarland
01.04.2009
Mythos
Um Mythos, Männlichkeit und Unsterblichkeit des Leinwand-Helden James Bond geht es bei einer internationalen Konferenz von Kultur- und Literaturwissenschaftlern an der Universität des Saarlandes. Wissenschaftler aus Europa und Übersee beschäftigen sich vom 5. bis 7. Juni 2009 in Saarbrücken mit der Frage, warum James Bond niemals ster- ben darf?

James-Bond-Filme gehören zu denjenigen, die (fast) jeder gesehen hat, weltweit. Des- halb gehören sie quasi auch zum weltum- spannenden Kulturgut der Mensch- heit. Jeder kann mitreden, wobei mit jeder vor allem Männer gemeint sind. Die Auto- Jagd - Feuer - Verfolgungs- oder Bootsszenen neuer James Bond Filme werden in Männerzirkeln ungefähr so genau und ausgiebig diskutiert wie die Bundes- ligatabelle am Wochenende.

Wer aber der beste und somit der wahre James Bond ist, darüber gibt es soviele Meinungen wie James-Bond-Darsteller. Und ab hier diskutieren dann auch die Frauen wieder mit. Auf wissenschaftlichem Niveau werden nun all diese Fragen, und ein paar mehr, an der Uni Saarbrücken diskutiert. Die Tagung trägt den Titel :"The Cultures of James Bond" und neben Aussehen und Un- sterblichkeit wird zum Beispiel auch die Veränderungen des Kinohelden nach dem Terroranschlag vom 11. September gehören.

Bond sei ein globales Phänomen mit enormer kultureller Reichweite, erklärt Joa- chim Frenk, Saarbrücker Professor für brit- ische Literatur und Kultur und einer der Or- ganisatoren der Tagung. Die Filme spie- gelten als Leinwandfantasien die gesamte westliche und zunehmend die globale Zeit- geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg wider.
Das reiche vom Untergang des brit- ischen Empire über den Kalten Krieg bis hin zu Umweltbedrohungen und dem weltweit- en Kampf um Rohstoffe wie Öl und Wasser.

Bereits seit einigen Jahrzehnten beschäf- tigten sich Wissenschaftler weltweit mit dem Phänomen James Bond und den 22 Kino- filmen, die seit 1962 gedreht wurden, hieß es. Der Kinoheld wurde nach den Romanen und Kurzgeschichten des britischen Autor Ian Fleming (1908-1964) gestaltet.

Und hier die vielleicht berühmteste James-Bond-Szene mit Ursula Andress aus Dr. No und drangehängt zum Vergleich, Halle Berry:





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