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Sensationsfund: Die schwäbische Venus
14.05.2009
Ausgrabung
Die Tübinger Archäologen haben es span- nend gemacht. Bereits letzte Woche haben sie ihren sensationellen Fund angekündigt, aber erst am Mittwoch vorgestellt. tages- blick berichtete darüber. Die älteste Frau der Welt wurde in der Höhle "Hohle Fels" auf der Schwäbischen Alb gefunden. Am Mittwoch gab es erste Bilder.

Sie ist eine schwäbische Venus, sechs Zentimeter hoch und rund 35 000 Jahre alt. Damit ist sie rund 10 000 Jahre älter als die Venus von Willendorf, aber ähnlich üppig ge- baut. Es ist ein Sensationsfund. Dement- sprechend stolz präsentierte die Tübinger Grabungsgruppe um Grabungsleiter Nicho- las Conrad ihren Fund am Mittwoch der Weltpresse.

Gefunden wurde der Miniatur-Torso aus El- fenbein am 9. September 2008 in der Höhle nahe Schelklingen. Die Ostalb, besonders die Höhlen rund um Blaubeuren und Schelklingen sind für Sensationsfunde gut. Dort wird seit rund 150 Jahren gegraben und mit den Fundstücken die Vorgeschichte umgeschrieben. Dort wurde der sogenannte Löwenmensch gefunden, eine Statue, halb Mensch, halb Löwe, rund 30 000 Jahre alt und wohl der berühmteste Fund aus der Zeit des Jungsteinzeit. Sie ist die älteste Statue der Menschheitsgeschichte.

Die schwäbische Venus wiegt nur nur rund 33,3 Gramm und statt eines Kopfes hat sie eine kleine Öse. Vermutlich wurde die schwäbische Venus, ein klassisches Frucht- barkeitssysmbol, als Anhänger getragen.

Die schwäbische Venus
Die schwäbische Venus

Die meisten Archäologen schreiben diese Statuen und Amulette gefunden wurden dort auch bereits Tierdarstellungen - dem ersten modernen Menschen zu, dem Homo sa- piens, die vor rund 46 000 Jahren Europa besiedelten.

Der Tübinger Urgeschichtler Conrad will sich aber an eine Interpretation der Figur noch nicht heranwagen, aber er könne es sich gut vorstellen, dass die Figut von schwangeren Frauen getragen wurde. Die Venus wurde gemeinsam mit Stein-, Knochen-, und Elfenbeinwerkzeugen gefunden, die typisch für die Kultur der Jungsteinzeit ist.

Der neue Fund wird nun erstmals bei einer Eiszeit-Ausstellung in Stuttgart vom 18. September bis 10. Januar 2010 einer breiten Öffentlichkeit gezeigt.
Isabella PfaffIsabella Pfaff, pfaff@tagesblick.de
Journalistin
zu den Autoren
 
2 Kommentare
 
1) Der armselige Kommentar zur wissenschaftlichen Forschung in Tübingen beruht entweder auf Angeberei oder auf Nichtwissen (Ignoranz). Gegen letzteres könnte "bertsimon" etwas tun: die Landesausstellung "Eiszeit - Kunst und Kultur" in Stuttgart besuchen und/oder den umfangreichen Katalog zur Ausstellung für 24 Euro erwerben.
Kommentar von WernerReutlinger | 06.01.2010 @ 19.21 Uhr
 
2) Ich gehe davon aus, dass wir es bei diesen Forschern möglicherweise mit Betrügern zu tun haben.

Die älteste Frau, das älteste Musikinstrument, das älteste dies, das älteste das. Immer wenn in Stuttgart die Fördermittel beraten werden, tauchen die "Forscher" mit irgendeiner kleinen Sensation aus einer Höhle auf. Beim Wein haben wir das auch bereits gesehen: Hardy Rodenstock und seine Jefferson-Flaschen.

Merke: Wenn etwas unglaublich klingt, dann ist es das meisten auch!
Kommentar von bertsimon | 14.05.2009 @ 07.51 Uhr
 
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