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"Aha, ach ja wirklich? Ja ne, hm.."
Solche Reaktionen auf Redebeiträge drücken oft Lageweile aus. Es ist zwar nicht schön für den Redner zu wissen, dass er seinen Gegenüber langweilt, dennoch ist es oft nützlich. Denn wenn ein Thema vermittelt werden soll, ist Langeweile ein starker Aufmerksamkeitsdämmer. Oft können die Reaktionen auf das eigene Gesagte ohne Mühe durch die Reaktionen, ob durch Sprache, Körpersprache oder Gesichtsausdrücke, erkannt werden.
Menschen mit Autismus haben dagegen oft große Schwierigkeiten, die Gefühle andere Menschen an ihren Reaktionen abzulesen.
Das englische Wissenschaftsmagazin "New Scientist" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe von Forschern des MIT (Massachusett Institut of Technology), die eine Brille zur Stimmunsgerkennung per Brille entwickelt haben. Das funktioniert über eine kleine Kamera am Brillengestell, die anhand von 24 Punkten des Gesichts bestimmte Punktkonstelationen abliest und über einen Knopf im Ohr den Brilenträger verrät, in welcher Stimmung der Gegenüber sich gerade befindet. Die anzeigbaren Stimmungen sind: Verwirrung, Zustimmung, Uneinigkeit, Nachdenkend, Konzentriert, Interessiert. Dafür wurde im Vorfeld ein Computerprogramm entwickelt, dass aus Daten vorangegangener Tests diese Stimmungen aus den bestimmten Positionen der Gesichtspunkte ableitet.
Grundlage dieses Verfahrens ist die Tatsache, dass Menschen in Gesprächen Mirko-Ausdrücke im Gesicht zeigen, die die Reaktion auf das Gesagte zeigen. Dabei ist es ohne Bedeutung, ob man versucht keine Reaktion zu zeigen. Es ist natürlich möglich, |
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dass manche Menschen diese Kontrolle besser und andere Menschen sie schlechter beherrschen. Auch ist eine Sensibiliesierung durch Training nicht ausgeschlossen. Aber bei dem Großteil der Menschen, die diesem Thema unbedarft gegenüber stehen, dürften diese Mikro-Audrücke lesbar sein.
Die Brille soll nicht nur für autistische Menschen nützlich sein, denn bei Tests des Prototyps der Brille konnten nur 54% der Leute (keine Autisten) die Gesichtsausdrücke einer Testperson ohne Brille richtig deuten, mit Brille waren es dagegen 64%.
Da aber die Brille von den Entwicklern über ihre Firma "Affectiva" vertrieben wird, sollten solche Verbesserungen durch die Brille mit Vorsicht genossen werden. Außerdem ist fraglich, wie wenig auffällig man ist, wenn man in einem Gespräch ständig einen Knopf im Ohr hat.
Quelle: New Scientist, Ausgabe 2819
unter: http://www.newscientist.com/article/mg21128191.600-specs-that-see-right-through-you.html?full=true
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