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Nachhaltig - als Mann des Mittelalters hat Peter Stromer dieses Wort wohl nicht gekannt. Doch die Versuche, mit denen er am 9. April 1368 beginnt, sind nachhaltig. In den sogenannten Lichtenholz-Wäldern legt der Ratsherr und Unternehmer einen Nadelwald künstlich an. Peter Stromers Halbbruder Ulman, der die erste Papiermühle Deutschlands betrieb, schreibt später in seinem „Püchel von meim geslecht und von abentewr“:
Peter, mein bruder, pracht aus, daz man den walt und holz seet, davon nu gross und vil weld kumen sein. Anno domini 1368 zu ostern, do hub man mit dem ersten an, den walt zu seen bey dem Lichtenhoff, und darnach fil hundert morgen, di man gesett hat; und dez waz alles anheber und der den funt mit dem ersten fand Peter Stromeir, mein bruder, dem got genedig sey“
Die Stromers gehörten zu den wichtigsten Patrizierfamilien der freien Reichsstadt Nürnberg. Ihr Leitspruch lautet: „dum spiro, spero“ - „So lange ich atme, hoffe ich“. Ein gewisser Optimismus wurde Peter Stromer also in die Wiege gelegt.
Er |
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wurde um 1310 geboren und avancierte zu einem erfolgreichen Rats- und Handelsherr. Er leitete später das Familienunternehmen, eines der damals größten Handelshäuser Europas. Es war beteiligt an Berg- Hütten- und Glaswerken. Der Bedarf an Holz und Holzkohle war also groß. Die Wälder Mitteleuropas konnten den Rohstoff aber kaum mehr liefern. Durch intensivste Nutzung, durch Brandrodung und Abholzung waren große öde Flächen entstanden. Peter Stromer handelte also durchaus aus eigenem Interesse, als er heute vor 640 Jahren mit der Nadelholzsaat begann.
Seine Erfindung hatte Erfolg und die Kunst der Nürnberger „Tannensäer“ wurde in den nächsten Jahrhunderten zum Exportschlager. Der Stadtwald in Frankfurt wurde mit Nürnberger Samen und Wissen wieder aufgeforstet, Kaiser Friedrich III ließ im 15. Jahrhundert im Steinfeld bei Wiener Neustadt einen Wald nach der Nürnberger Methode säen. Auch in den Schwarzwald, in die Bergbaugebiete von Sachsen und Böhmen oder nach Ungarn brachten die Nürnberger Tannensäer ihr mühsam gewonnenes Saatgut. Ihre Technik hielten sie lange geheim. Einige von ihnen haben dann aber doch geplaudert und so ist die Kunst der Nadelholzsaat überliefert.
„wan man den waldtsamen samlen will, so muss man die zapffen (...) von den bäumen abblattern, und alß dan (..) weiße tucher underbreiten. Und die tanzapffen |
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