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Deutschland - wie wird der Sommer 2008?
15.04.2008
Tropisch zu Hause
So schnell wird es wohl nicht gehen mit dem Klimawandel, obwohl jetzt schon jede Wetterabweichung auf die globale Erderwärmung zurückgeführt wird. Wärmer wird es, bis zu vier Grad im Mittel - aber langfristig. Nach den Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes ist in Deutschland bis zum Jahr 2050 mit einem Temperaturanstieg von 0,5 bis zwei Grad Celsius zu rechnen. Bis zum Jahr 2100 kann sich dieser Effekt auf zwei bis vier Grad verstärken.

Als Folge des Klimawandels wird die Hitze in den deutschen Sommern nach Einschätzung des Wetterdienstes deutlich zunehmen. Besonders treffen würden es nach den veröffentlichten Prognosen Südwest- deutschland, das Rheinland sowie die Regionen Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Bis zum Jahr 2050 rechnet der DWD in diesen Gegenden mit jährlich 3 bis 15 zusätzlichen Hitzetagen über 30 Grad. Bis zum Jahr 2100 könnten es in Süddeutschland sogar 30 zusätzliche Hitzetage sein - und damit rund doppelt so viele wie heute. Auch in Küstennähe und im Bergland würde es in 100 Jahren zwei bis zehn heiße Tage mehr im Jahr geben als heute.

Das könnte zur Folge haben, dass sich die Flora und Fauna ändert, sich zum Beispiel viele Pflanzen und Tiere ansiedeln, die eigentlich aus wärmeren Gebieten kommen. Ein solcher Wärmeanstieg kann in der Landwirtschaft aber auch erhebliche Schäden nach sich ziehen, wie Wassermangel, und vermehrt starke Gewitter mit Hagel, der dann die wachsende Frucht schädigt.

Nach Angaben des DWD wird Deutschland dabei auch ein Problem bei der Kühlung von Gebäuden bekommen und damit wahrscheinlich einen steigenden Energieaufwand für Klimaanlagen.

Auch die Winter werden in Deutschland künftig deutlich milder ausfallen als heute. Das kann überdurchschnittliche Niederschlagsmengen auslösen, die Bäche und Flüsse bis zur Hochwassergrenze anschwellen lassen.

Für seine Zukunftsprognosen hat der Wetterdienst vier regionale Klimamodelle für Deutschland verglichen. Vergleichszeitraum sind die Jahre 1971 bis 2000.
Isabella PfaffIsabella Pfaff, pfaff@tagesblick.de
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