Im Anschluß an die Kieler Woche ist es jetzt an der Innenförde zu einem bizarren Phänomen gekommen. Tausende Ohrenquallen ( Aurelia aurita) treiben wie aufgeblasen an der Wasseroberfläche. Auftrieb erhalten die Quallen, die sich normalerweise auf verschiedene Wassertiefen verteilen, durch aufgenommene Gasblasen.
Auch wenn die Quallendichte für ein quallenstarkes Jahr nicht ungewöhnlich ist, vermuten Meeresbiologen in der Ansammlung einen Zusammenhang mit dem just zu Ende gegangenen Segelsportfest: "Man kann sich vielleicht vorstellen, dass bei der Kieler Woche durch die Schrauben von den vielen Schiffen extrem viele Luftblasen im Wasser erzeugt und von den Quallen eingefangen wurden," erklärt Ulrich Sommer. "Wenn sie in den Gastrointestinalraum kommen, werden die Quallen die Luftblasen nicht mehr los und treiben auf wie ein Luftballon." |
Für die Ohrenquallen wird dies wahrscheinlich tödlich sein. Die Qualle mit dem schönen Namen Aurelia aurita ist eine in der Nord- und Ostsee heimische Quallenart, die vielleicht das Schwimmvergnügen trübt, aber für den Menschen nicht weiter gefährlich ist.
 Ohrenqualle (Aurelia aurita) in Kiel

Quelle: Agenturen |